Schloss Anholt

Unsere Heimatstadt Anholt

Anholt Wappen
Die frühere Stadt Anholt (plattdeutsch Aanoldt) gehört zur Stadt Isselburg im nordrhein-westfälischen Kreis Borken. Zu Anholt gehören die Bauerschaften: Dwarsefeld, Regniet, Hahnerfeld und Breels.

Anholt liegt auf einer Höhe von 7 m über NN unmittelbar an der deutsch-niederländischen Grenze. In Anholt leben derzeit 4107 Menschen (Stand 31. Dezember 2012).

Der Anfang bzw. das Entstehen von Anholt liegen im Dunkeln. 1169 wurde ein Herr von Sulen und Anholt als Gefolgsmann des Utrechter Bischofs Godefried von Rhenen genannt, und unter Bischof Balduin (1178–1196) ist im Lehnsregister des Bistums ein „here van Anholt“ aufgeführt. Die Edelherren von Sulen gelten daher als die Erbauer der Anholter Burg. 1234 trat der erste namentliche Herr van Anehalte, Stephan I. von Sulen, auf.

Die Burg Anholt und die Ansiedlung waren zu einer reichsunmittelbaren Herrschaft geworden, mit dem Kaiser des Heiligen Römischen Reiches als ihren Lehnsherrn. Das Lehensverhältnis zu Utrecht scheint Anfang des 14. Jahrhunderts als nicht mehr existent, so erhielt Anholt am 25. Mai 1347 durch Stephan IV. von Sulen die Stadtrechte. Die Grenzlage Anholts zwischen dem Fürstbistum Münster im Osten, dem Herzogtum Kleve im Süden und dem Herzogtum Geldern im Norden und Westen gab Anlass zu immer neuen Streitigkeiten. Die Stadt Anholt wurde stark befestigt. Drei Stadttore, die Außen- und Binnengräben sowie Stadtmauer und Wall schützen die Stadt in schweren Zeiten. Verursacht durch den nicht eindeutigen Ursprung seiner Lehensherkunft, hatten die Herren von Anholt mit den Territorial-Ansprüchen seiner westlichen Nachbarn zu kämpfen.

Das Gebiet der Herrschaft Anholt scheint von altersher unverändert durch folgende Punkte begrenzt worden zu sein: In Nordosten „Dreibäumer“ (drei Schlagbäume: Fürstbistum Münster, Grafschaft Zutphen und Grafschaft Anholt), im Osten die Issel, im Süden die Clevische Landwehr, in Westen wiederum bis zur Einmündung in die Issel, die „Wilddtsche Brücke vor Gendringen und von hier aus zum Norden bis zur Bocholter Aa.

Anholt gehörte zum Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis. Durch Heirat kam Anholt 1641 an die Fürsten Salm, die es nach dem Verlust ihrer linksrheinischen Gebiete zur Residenz ihrer münsterländischen Entschädigungslande machten (Fürstentum Salm). Das Fürstentum wurde 1810 von Frankreich annektiert. 1815 nach dem Wiener Kongress fiel es an Preußen (Provinz Westfalen).

Anholt besitzt ein reges Vereinsleben. Der Bürger-Schützenverein steht in der Tradition des 1493 erstmals urkundlich erwähnten Anholter Schützenwesens. Traditionsreich ist auch der 1858 gegründete Kirchenchor St. Pankratius, einer der ältesten Kirchenchöre im Bistum Münster. Der Heimatverein Anholt bereichert durch Publikationen und Ausstellungen im Heimathaus (ehemaliges Haus Lange, in der Hohen Straße) das kulturelle Leben der alten Stadt. Zahlreiche Vereine aus den Bereichen Sport und Kultur ergänzen das Anholter Vereinswesen.

Die heute noch stattfindenden größeren Volksfeste sind die seit den 14. Jahrhundert nachweisbaren Pfingstkirmes und das große Bürgerschützenfest am 2. Juliwochenende. Eine Anholter Eigenart ist die Palmsonntagsprozession die seit etwa 1760 nachweisbar ist. Die Palmstöcke sind in ihrer Form und im Schmuck einzigartig.

Die Burg Anholt bietet heute ein glanzvolles Bild, das an französische Loire-Schlösser erinnert. Mit seinen Gärten und Parkanlagen, die in das European Garden Heritage Network eingebunden sind, ist es der Öffentlichkeit zugänglich. Im Schloss können zum Beispiel eine Gemäldesammlung (u. a. mit dem Rembrandt-Original Das Bad der Diana mit Aktäon und Kallisto), Zeugnisse herrschaftlicher Wohnkultur, die Bibliothek sowie eine umfangreiche Porzellansammlung besichtigt werden. Seit 1645 in Familienbesitz der Fürsten zu Salm-Salm. Die Wasserburg, die zu den prachtvollsten Burganlagen Westfalens zählt, begeistert vor allem die Besucher mit Barockgärten und der großzügig angelegten Parkanlage.

Des Weiteren:

  • Biotopwildpark Anholter Schweiz
  • neoromanische St.-Pankratius-Pfarrkirche Anholt (1851–1862) mit vielen Wand- und Deckengemälden
  • Historisches Rathaus von 1567
  • Stadtzentrum mit Parkanlagen und Überresten früherer Befestigungen
  • Jüdischer Friedhof in der Dwarsefeld
  • Historischer Eiskeller (15. Jh.)
  • Anholter Windmühle von 1747
  • Fürstliche Gruftkapelle 17. Jh.
  • Haus Hardenberg (14. Jh.)
  • Haus Pennekamp (15. Jh.)

Quelle: www.wikipedia.de

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